{"id":42,"date":"2018-05-02T16:44:57","date_gmt":"2018-05-02T14:44:57","guid":{"rendered":"https:\/\/bim-tiefbau.de\/?p=42"},"modified":"2018-11-14T12:15:41","modified_gmt":"2018-11-14T11:15:41","slug":"bim-ab-2020-bei-allen-projekten-des-bundes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bim-tiefbau.de\/category\/startseite\/bim-ab-2020-bei-allen-projekten-des-bundes\/","title":{"rendered":"BIM im Tiefbau: Chance oder Zumutung?"},"content":{"rendered":"<p>Die Stra\u00dfen- und Tiefbau-Branche wurde im Dezember 2015 von der <a href=\"https:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Publikationen\/DG\/stufenplan-digitales-bauen.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ver\u00f6ffentlichung eines Stufenplans zur Einf\u00fchrung von BIM<\/a> durch das Bundesverkehrsministerium (BMVI) \u00fcberrascht, erstaunt und auch zum Teil verunsichert.<\/p>\n<p>\u201eWas kommen da wieder f\u00fcr neue Zumutungen auf uns als Unternehmer zu?\u201c Diese Frage stellte sich mancher Bauunternehmer.<\/p>\n<p>Ich bin der Meinung, dass man an dieser Stelle aus Sicht der Bauwirtschaft nur Entwarnung geben kann. Denn wenn ich mir das Dokument des BMVI genau anschaue, finde ich im Wesentlichen Hinweise auf eine verbesserte Planung. So lautet eine wichtige \u00dcberschrift in dem Stufenplan \u201eErh\u00f6hung von Planungsgenauigkeit und Kostensicherheit\u201c.<\/p>\n<p>In der Unterlage des BMVI wird lediglich auf die notwendige BIM-Kompetenz beim Auftragnehmer hingewiesen. Da im Stra\u00dfen- und Tiefbau digitale Verfahren schon seit Jahrzehnten genutzt werden (siehe auch: <a href=\"https:\/\/bim-tiefbau.de\/geschichte-bim-tiefbau\/\">https:\/\/bim-tiefbau.de\/geschichte-bim-tiefbau\/<\/a>), sind Baufirmen mit moderner Software-Ausstattung aus meiner Sicht bereits gut aufgestellt.<\/p>\n<p>Auch wenn eine verbessere Planungsqualit\u00e4t naturgem\u00e4\u00df den kreativen Spielraum bei der Kalkulation und bei Nachtr\u00e4gen vermindert, so verringert sie gleichzeitig erheblich die Risiken durch Planungsfehler bei den Ausf\u00fchrenden. Eine solide Planung sollte in Zukunft zudem Garant daf\u00fcr sein, dass die Ausf\u00fchrungsplanung ohne Verg\u00fctung nicht mehr auf den Auftragnehmer verlagert wird. Baubetriebe sollten sich daher \u00fcber die Einf\u00fchrung von BIM und die damit zu erwartenden hochwertigen Planungen freuen.<\/p>\n<p>Dennoch gebe ich zu bedenken: Statt die Planungsqualit\u00e4t vom unbefriedigenden Stand heute direkt auf das Niveau BIM zu heben, w\u00e4re es f\u00fcr die ausf\u00fchrenden Unternehmen viel hilfreicher, wenn bessere Grundlagen in digitaler Form geschaffen w\u00fcrden. Zum Beispiel k\u00f6nnte ein verst\u00e4rkter Fokus auf die Daten\u00fcbergabe im OKSTRA-Format gerichtet werden, denn diese ist eigentlich schon seit Jahren m\u00f6glich. Ein ma\u00dfvoller Fortschritt in der Digitalisierung hilft allen Beteiligten mehr, als sich zu hohe Ziele zu setzen, die dann doch nicht zu erreichen sind.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang weise ich erg\u00e4nzend auf folgenden Sachverhalt hin: Da laut Dokument des BMVI Aufgaben von den Stra\u00dfenbauverwaltungen der L\u00e4nder auf eine neue Autobahngesellschaft \u00fcbertragen werden sollen, bleibt zu bezweifeln, ob die zeitlichen Vorgaben des BIM-Stufenplans bis 2020 umsetzbar sind. Denn diese parallel laufende Umstrukturierung wird Zeit und Energie ben\u00f6tigen. Ich finde, hier hat sich die Politik zu viel vorgenommen.<\/p>\n<p>Ungeachtet dessen lautet mein Tipp: Baufirmen sollten ihre internen Prozesse weiterhin digitalisieren und optimieren, um ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu verbessern. Denn so sind f\u00fcr kommende BIM-Prozesse bestens aufgestellt.<\/p>\n<p>Frank Kocher<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stra\u00dfen- und Tiefbau-Branche wurde im Dezember 2015 von der Ver\u00f6ffentlichung eines Stufenplans zur Einf\u00fchrung von BIM durch das Bundesverkehrsministerium (BMVI) \u00fcberrascht, erstaunt und auch zum Teil verunsichert. \u201eWas kommen da wieder f\u00fcr neue Zumutungen auf uns als Unternehmer zu?\u201c Diese Frage stellte sich mancher Bauunternehmer. Ich bin der Meinung, dass man an dieser Stelle aus Sicht der Bauwirtschaft nur Entwarnung geben kann. 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